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07.02.2008

So wimmelt man die GEZ ab

Eine lustige Geschichte darüber wie man die GEZ erfolgreich abwimmeln kann.

(thx Dothy)
 
30. Dezember, müde und abgespannt von der Arbeit fuhr ich in die Wohnung meiner Freundin. Dort war es aufgeräumt, im Kühlschrank war etwas zu essen. Nachdem ich mir den Magen vollgeschlagen hatte, machte ich es mir auf dem Sofa bequem.

In diesem Moment klingelt es an der Wohnungstür. Ich gehe zur Tür und blicke durch den Spion. Dort stand ein etwa 40 Jahre alter, gut gekleideter Mann.

Kaum hatte ich die Tür geöffnet, fing der gute Mann auch schon an:

GEZ-Fahnder: "Guten Tag, mein Name ist Lars Lästig, ich bin ihr Rundfunkgebühren-Beaufftragter... blabla.... blabla..."

GEZ? Wirklich ein GEZ-Fahnder? Oh je...

GEZ-Fahnder: "......blabla........ sind sie Frau Anja K.?"

Hat der mich wirklich gerade gefragt ob ich Frau Anja K. (meine Freundin) bin? (Ich sehe nun wirklich nicht wie eine Frau aus, zudem trug ich einen deutlich sichtbaren drei-Tagesbart)

Das verschlug selbst mir die Sprache. Stille machte sich im Hausflur breit. Plötzlich traf mich der Hammer der Erkenntnis: Es gibt ein Leben nach dem Gehirntod, der Beweis steht vor dir. Pack den Typen ein und der nächste Nobelpreis ist dir sicher. Ich entschied mich dagegen, denn der gute Mann war sicher nicht stubenrein und ich antwortete ihm stattdessen, dass ich Gina W. sei, die uneheliche Tochter von Frau K.

GEZ-Fahnder: "Na gut, lassen wir das. Sie wissen sicher.......blabla........verpflichtet ..........blabla........anzumelden......"

Ich unterbrach den Redefluss des GEZ-Fahndern nur ungern, aber ich teilte ihm mit, dass ich mal auf die Toilette müsste, versprach ihm aber, dass ich gleich wieder da bin und schloss die Tür hinter mir. Nach fünf Minuten gab es die ersten zarten Klingelversuche.

Nach weiteren drei Minuten klingelte er Sturm und ich öffnete wieder die Tür.

GEZ-Fahnder: "Was haben sie denn solange gemacht?"

Wahrheitsgemäß antwortete ich ihm, dass ich ein lauwarmes Bier getrunken habe. Außerdem mussten mal wieder meine Fußnägel geschnitten werden.

GEZ-Fahnder: "So eine Frechheit, so was habe ich ja noch nie erlebt...."



Ich musste dem guten Mann leider Recht geben und versprach meine Freundin noch heute Abend darauf anzusprechen, warum sie das Bier nicht in den Kühlschrank gestellt hatte. Wirklich eine Frechheit.
Nun lief dieser geistige Tiefflieger rot an und rastete aus.

GEZ-Fahnder: "Wenn sie noch weiter so ein Kasperltheater veranstalten, kann ich auch andere Seiten aufziehen. Ein Anruf von mir und die Polizei durchsucht ihre Wohnung......blabla....... das wird sehr teuer für sie......blabla".

Logisch, mit Bundesgrenzschutz und Sondereinsatzkommando.

Sichtbar eingeschüchtert versprach ich nun, effektiv mitzuarbeiten und mein Kasperltheater bleiben zu lassen.

GEZ-Fahnder: "Besitzen sie einen Fernseher oder ein Radio?"

Freundlich gab ich dem Mann Auskunft. "Ja klar, ich besitze 2 Fernseher, 3 Radios, noch ein Radio in meinem Büro und zwei in meinen Autos."

GEZ-Fahnder: "Haben sie diese angemeldet?"
Ich: "Nein, bisher leider nicht."
GEZ-Fahnder: "Wie lange besitzen sie diese Geräte schon?"
Ich: "Ca. 10-12 Jahre."

Uiiiii, jetzt war er am Sabbern, als er seine Provision in Gedanken überschlug. Nun ja, um es kurz zu machen, er hielt mir nach ein bis zwei Minuten zwei Zettel zur Unterschrift unter die Nase. Eine Anmeldung der GEZ und einen Schrieb, dass ich schon seit fünf Jahren die Geräte besitze. Beides auf den Namen und die Adresse meiner Freundin ausgestellt.

Freundlich wie ich nun einmal bin teilte ich ihm mit, dass ich weder Frau Anja K. bin, noch hier wohne.

GEZ-Fahnder: "Wo wohnen sie denn?"
Ich: "Wissen sie das nicht?"
GEZ-Fahnder: "Nee"
Ich: "Super - dann schönen guten Abend"

Ich schloss die Tür, schaltete die Klingel ab und den Fernseher ein, das Bier war auch schon etwas kühler.

Wenn ich Glück habe, kommen vielleicht auch bald mal wieder die Zeugen Jehovas vorbei...
» Tags zu diesem Eintrag: gez, abwimmeln, gebühreneinzugszentrale, fahnder, rundfunk, gebühren
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87 Kommentare

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87. kurt (08.04.2008 - 08:41 Uhr)
hmm, naja, wenn die Fahnder normal angestellt wären und nicht auf provision arbeiten würden, wenn nicht teilweise stasi methoden und penetrante einschüchterung und belästigung zum einsatz kämen, wenn die gebühren nach einkommensklassen gestaffelt wären, wenn man die möglichkeit hätte, sie nicht zahlen zu müssen, wenn man keinerlei staatliche sender nutzt, wenn ich nicht schon für das internet zahlen müßte...dann könnte ich das alles verstehen, aber so...

86. Neck (20.03.2008 - 13:29 Uhr)
@ Kritkerin
Du hast keinen Humor du tust mir leid ^^

85. Kritikerin (14.03.2008 - 19:25 Uhr)
wie witzig, naja, eher hohl, dicken Max machen und wenn die GEZ wirklich vor der Tür steht in die Hosen scheiße

84. Alwis (11.03.2008 - 23:00 Uhr)
Hatte ich doch richtig Spaß dran!!!
Bin zwar 'ne "ehrliche Nuss" und habe dann angemeldet, aber...
Denke mal, er, sie, es haben dann auch!!!

Ist uns nämlich vor ca. 35 Jahren auch passiert.
Darum haben wir ja dann!!!
Schöne, grinsende Grüsse - und -
bitte anmelden! Leider kriegen die uns sonst doch!!

83. kuntopaan (04.03.2008 - 19:29 Uhr)
super Gschichte!!! Wenn des wirklich so war, mach i des a mal!!!!

82. pollux (04.03.2008 - 15:02 Uhr)
68 wolfram: sicher gehts denen um die Prämie, davon leben die nämlich! Das ist ja das Perfide an der Sache.

81. pollux (04.03.2008 - 14:58 Uhr)
76: weder noch, bin auch nur ein frustrierter Steuer- und Gebührenzahler. Ich finde nur, dass man nicht, wie dazumals in Griechenland, den Boten "hinrichten" soll. Das sind doch auch nur arme Socken, die an der Front alles ausbaden müssen. Die können sich bestimmt auch angenehmere Jobs vorstellen. Aber wer hat heutzutage noch die Wahl, sich seinen Lieblingsjob auszusuchen?

80. hotte (03.03.2008 - 23:14 Uhr)
Einfach schön grins... Bei der aufdringlichkeit dieser Leute kann man ja kaum anders reagieren.

79. blubb (03.03.2008 - 20:14 Uhr)
sorry, nr 72/73 ist gemeint

78. blubb (03.03.2008 - 20:12 Uhr)
nr.77 ist falsch!
der rundfunkgebührenstaatsvertrag liegt dem rundfunkstaatsvertrag zugrunde, indem sehr wohl der geltungsbereich benannt ist.
gruß

77. Lmao! (03.03.2008 - 14:30 Uhr)
No.(61) hat vollkommen recht!
ein Lichtblick war lediglich am Sa "die lange Russlandnacht" - aber wie oft gibts denn mal sowas?
ich zahle erst,wenn ich per Gerichtsbeschluss dazu verdonnert werde ;Q
und bis dahin bin ich ausgewandert =D

76. Lmao! (03.03.2008 - 14:24 Uhr)
*immernoch lauthals lacht*
@pollux:bist du Politesse,Stromableser oder GEZler?und das is jetzt ne ernsthafte Frage!

75. mfl (03.03.2008 - 13:05 Uhr)
also kommentar 69 lesen... und weiter hocharbeiten:))))

74. mfl (03.03.2008 - 13:04 Uhr)
sorry, mußte öfter schreiben...

73. mfl (03.03.2008 - 13:03 Uhr)
§ 4 Geltungsbereich, Beginn und Ende der Gebührenpflicht, Zahlungsweise, Auskunftsrecht. Der Punkt eins müßte lauten: (1) Dieser Rundfunkgebührenstaatsvertrag [Dieses Rundfunkgebührengesetz] gilt in der Bundesrepublik Deutschland. Oder zumindest: Rundfunkgebührenpflicht gilt in der Bundesrepublik Deutschland. Die anderen Punkte müßten dann eine Nummer weiterrücken, also (2) bis (8) heißen.

72. mfl (03.03.2008 - 13:03 Uhr)
Es wird aber von der „Inkassogesellschaft“ GEZ so getan, als handele es sich um eine gesetzliche Regelung. Wenn es sich um ein Gesetz handeln würde, müßte aber in diesem Gesetz stehen, wo das Gesetz gilt. Jedes Gesetz ist nur rechtsgültig, wenn in ihm ein Geltungsbereich benannt ist. Du kannst nun den Rundfunkgebührenstaatsvertrag so oft durchlesen, wie du möchtest, du wirst nirgends einen Geltungsbereich finden. Wäre alles in Ordnung, müßte auf der Seite zwei stehen:

71. mfl (03.03.2008 - 13:02 Uhr)
Hast du einen Vertrag unterschrieben, in dem du zustimmst, daß du dafür, daß du Radio hörst und Fernsehen schaust, Geld bezahlst? Die Antwort ist ganz sicher Nein! Also ist schon daher keinerlei Rechtsgrundlage vorhanden, daß die Gebühreneinzugszentrale in Köln Rundfunkgebühren verlangen und einziehen darf.

70. mfl (03.03.2008 - 13:02 Uhr)
Wenn von Seiten einer Regierung die Finanzierung der Rundfunk- und Fernsehmedien als Zwangsmaßnahme eingerichtet wird, muß dies durch ein Gesetz geschehen. In Deutschland wird das aber durch den Rundfunkgebührenstaatsvertrag geregelt. Ein Vertrag kommt aber nur dann zustande, wenn zwei Vertragspartner sich auf einen Vertragstext einigen und dann beide den Vertrag unterschreiben.

69. mfl (03.03.2008 - 13:01 Uhr)
Schon GEZahlt? ...

... ist der Slogan, mit dem die Macher des durch und durch verlogenen Lügenpropagandaapparates "Rundfunk- und Fernsehanstalten" der Bevölkerung in Deutschland das Geld für die Finanzierung desselbigen aus der Tasche ziehen bzw. stehlen.

"Schon unterschrieben?" müßte der Slogan derjenigen sein, die diese riesige Desinformationsmaschinerie nicht mitfinanzieren wollen und sich dem verweigern.


68. wolfram (03.03.2008 - 12:53 Uhr)
leider sind die GEZ-Fahnder gar keine Angestellten sondern freischaffende also kann man die sehr wohl abwimmeln, denke ich mal denen geht es wirklich nur um ihre "Fangprämie."

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